Unser türkischer Bus besteht aus ca. 15 Taxis, in denen bei allen die Motorkontrolllampen brennen. Offensichtlich aber egal, wir erreichen den Flughafen zügig, dank innerorts 100km/h.
Wir werden nur ca. 12 Mal nach Bordingpass und Reisepass gefragt, bis wir im Flieger sind. Dann geht‘s ganz schnell und wir erreichen Israel. Bereits vorgängig wurden wir auf ein langwieriges Einreiseprozedere eingeschworen, dass uns komischerweise erspart bleibt. (Keine Sorge, das kommt noch 😉)

Der Zug muss auf Andreas warten, da Kaffee und Frühstück wichtig sind. Diese Stärkung wurde später auch gebraucht. In Haifa angekommen, fällt der knapp dem Sonnenstich entgangenen männlichen Reisegruppe, die Militärpflicht der Frauen auf. Kurz gefragt erhalten wir die Info das Frauen 2 Jahre und Männer 2 Jahre 8 Monate Grundwehrdienst leisten müssen.

Trägt man keine Soldatenuniform, trägt gefühlt jeder / jede 4te eine Waffe. In Haifa ist die Reisegruppe angekommen, die Autos noch nicht. Wir nutzen die Zeit, besuchen die deutsche Kolonie, das Baba Denkmal und stärken uns mit dem grössten Salat der Welt.


Mit dem Zug geht es weiter zum Hafen, wo wir unsere Campingstühle gut gebrauchen können. Mit leichtem Kopfschütteln und ungläubig, schauen wir sitzend zu, es müssen alle Autos entladen, und das Gepäck durch einen Scanner geschickt werden.
Note to myself / Neueintrag auf der Liste mit den beschissensten Jobs der Welt: Zollbeamter in Haifa. Alle durchsichtigen Boxen mit Löffeln für Uri Geller werden gescannt. 🙈
Dank der gut betonierten Hafenanlage, bruzzelt die Rallyreisegruppe leise vor sich hin, trinkt Bier und staunt wie der Zoll das Protokoll erfüllt. Alles gescannt, aber kein Einziger musste den Raum für das Ersatzrad öffnen.

Knappe 5 1/2 Std braucht die Gruppe, dann beziehen wir erneut ein Parkplatz in der Innenstadt. Dieser ist voll ausgerüstet, Wachhund der die ganze Nacht bellt, Toilettenanlage, leider verschlossen, fliessend Wasser, unterhalb der Wand, die zur Toilette umfunktioniert wurde.

Genügsam ist die Reisegruppe, da auf dem Abendprogramm Brauereibesichtigung steht. Leider wächst bei 31 Grad im Mai der Hopfen schlecht, das Bier schmeckt übel. Andreas hat sich dem Programmpunkt ohnehin verweigert, telefoniert mit den Daheimgebliebenen, geniesst leckeres Sushi und leckeren Weisswein.
